Pädagogisches Konzept Kita St. Michael

Wer wir sind und was wir tun

Der katholische Kindergarten St. Michael stellt sich vor


Kath. Kindergarten St. Michael, Pfarrer-Bendel-Weg 1, 61462 Königstein-Mammolshain, Tel. 06173-1817

Vorwort

  

Liebe Kinder und Eltern,

liebe Freunde und Förderer unseres katholischen Kindergartens St. Michael,

der katholische Kindergarten St. Michael ist eine von insgesamt sieben katholischen Kindertages­stätten in Trägerschaft der Pfarrei Maria Himmelfahrt im Taunus (Königstein). Damit verstehen wir uns als Ort kirchlichen Lebens in der Pfarrei und entsprechend orientiert sich unsere Erziehungs-und Bildungsarbeit am christlichen Glauben und an den kirchlichen Festen im Jahreskreis.

 

Als Ort kirchlichen Lebens prägt der christliche Glaube unseren Alltag.

Unsere wesentliche Aufgabe sehen wir darin, Kinder und ihre Familien im Werden und Wachsen zu begleiten, indem wir Kindern den von ihnen benötigten Schutzraum bieten und Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder ganzheitlich und pädagogisch qualifiziert unter­stützen und ergänzen.

Für uns kommt diese Aufgabe durch die Bezeichnung unserer Kindertagesstätte als

„Kindergarten“ zum Ausdruck, weshalb wir diese bewusst in unserem Namen mitführen. Seien Sie daher nicht erstaunt,
wenn Sie womöglich auf den folgenden Seiten beide Bezeichnungen lesen:


Wir sind – nach dem aktuellen Sprachgebrauch - eine Kindertagesstätte, aber wir heißen „katholischer Kindergarten St. Michael“.

Unser katholischer Kindergarten St. Michael liegt im Königsteiner Ortsteil Mammolshain, direkt an Wald und Streuobstwiesen und bietet
bis zu 75 Kindern zwischen 2 und 6 Jahren in drei - teilweise altersgemischten - Gruppen vielfältige Möglichkeiten zur Erkundung der Natur.


Das Haus St. Michael, in dem sich der Kindergarten befindet, blickt dabei auf eine lange Tradition zurück:

Am 3. Mai 1957 wurde das Gebäude eingeweiht. Damals stand einer Gruppe ein großer Raum im Erdgeschoss zur Verfügung. Später wurden bis 1988/89 zwei Gruppen in zwei Zimmern betreut. 1990 wurde aufgrund steigender Kinderzahlen das Haus modernisiert und das Untergeschoss sa­niert. Schließlich wurde durch den An– und Umbau im Jahr 2016/17 unser Kindergarten großzügig erweitert.

 

Zahlreiche Möglichkeiten in großzügigen, hellen Räume in naturnaher Lage

Die neuen Räume sind hell gestaltet und bieten den Kindern viele Spiel-, Lern- und Be­wegungsmöglichkeiten:

Vielfältiges Spiel- und Bastelmaterial steht zur Verfügung und neben unserem Bewe­gungsraum laden das Außengelände,
der angrenzende Wald sowie die nahegelegene Streuobstwiese zu Erkundungstouren ein.

Zahlreiche Angebote unterstützen die uns anvertrauten Kinder darin, zu selbständigen Persönlich­keiten heranzuwachsen,
die für den Übergang in die Grundschule - sowohl im Haus als auch drau­ßen.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen Einblick in unsren Alltag und unser pädagogi­sches Konzept geben.
Falls Sie Fragen haben, sprechen Sie uns jederzeit gerne an.

Bei uns sind Sie herzlich Willkommen!

Unser Leitbild


VERTRAUEN: Um dem gemeinsamen Erziehungs- und Bil­dungsauftrag für die uns anvertrauten Kinder gerecht zu werden, stellen wir den Begriff des Vertrauens als Leit­wort in den Mittelpunkt.


KINDER: Für unsere Kinder ist uns wichtig, dass sie sich in unserer KiTa wohl fühlen und gerne kommen. Wir geben den Kindern den Raum, sich in Ihrer Individualität zu entfalten und achten und stärken sie in ihrer Persönlich­keit. Im alltäglichen Miteinander in der Gruppe können soziale Kompetenzen erlebt, gelernt und Grenzen erfah­ren werden. Wir wünschen uns, dass jedes Kind etwas für sein Leben mitnimmt.


ELTERN: Eltern und pädagogische Mitarbeiter/innen ge­hen vertrauensvoll, partnerschaftlich und offen mitei­nander um und schaffen somit eine Basis bei der sich Kinder, Eltern und Erzieherinnen wohl fühlen. Über den Entwicklungsstand des Kindes und über aktuelle Ereignis­se informieren Eltern und pädagogische Mitarbeiter sich regelmäßig gegenseitig. Das flexible Betreuungsangebot der Kita entspricht dem Bedarf der Eltern. Eltern, die den Alltag der Kita durch abgestimmte Aktivitäten unterstüt­zen, sehen wir als Bereicherung.

 

MITARBEITER: Wir Mitarbeiter/innen identifizieren uns mit dem Leitbild und kommen unserem pädagogischen und seelsorgerischen Auftrag nach. Für unsere fachliche Kompetenz bilden wir uns kontinuierlich weiter. Unsere Zusammenarbeit zeichnet sich aus durch respektvollen Umgang und gegenseitige Achtung.


VEREINE UND SCHULE: Unsere Kinder lernen ihre Umge­bung und ihr Umfeld durch die Kooperation mit ortsan­sässigen Vereinen besser kennen. Durch unsere kontinu­ierliche Zusammenarbeit mit der Grundschule setzen wir den Grundstein für einen unbeschwerten Schuleintritt.


MEDIEN: In den unterschiedlichsten Medien stellen wir regelmäßig aktuelle und geplante Aktionen sowie Projek­te vor und schaffen somit Transparenz über unsere Ar­beit.


TRÄGER: Gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung von Kita und Träger ist die Grundlage unserer Betreu-ungs-, Erziehungs- und Bildungsarbeit. Regelmäßige Kommunikation und eine transparente und verbindliche Verteilung der Kompetenzen zwischen Träger, Leitung und Mitarbeitern führen zu einer konstruktiven Zusam­menarbeit. Die Kita ist ein Ort in der Pfarrgemeinde, in dem Glauben erfahrbar wird. Sie wird durch die Pfarrge­meinde in ihrem Auftrag getragen

 


Ziele unserer Arbeit, Tages– und Wochenverlauf

 

 Die Ziele unserer Arbeit sind:

  • Das Kind in seiner Individualität, seiner Persönlichkeit und seinen
  • Lebensumständen anzunehmen
  • Die Vermittlung christlichen Glaubens und der damit verbundenen Werte
  • Ihm die Möglichkeit zu geben, soziale Kompetenzen zu erlernen
  • Seine Fähigkeiten zu erkennen und zu fördern
  • Das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen zu stärken
  • Die Selbständigkeit zu aktivieren
  • Die Förderung verschiedener Bereiche in der Entwicklung, z.B. Wahrnehmung, Kreativität, Fantasie, Grob- und Feinmotorik, Sprachentwicklung, Bewegung in Anlehnung an den hessischen Bildungs- und Erziehungsplan
  • Gewaltfreier Umgang miteinander durch Empathieförderung, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger und Wut

 


Unser Tagesablauf:


07:30 - 08:00 Uhr - Frühdienst in der Sonnengruppe


07:30 - 09:00 Uhr - Bringzeit


08:00 - 11:00 Uhr - Die Kinder gehen in die Gruppen zum Freispiel, Frühstück und zu angeleiteten Aktivitäten


11:00 - 12:30 Uhr - Aufräumen, Schlusskreis mit Singen, Spielen, Erzählen, Hinausgehen auf den Spielplatz oder in den Wald


12:30 - 13:00 Uhr - Abholzeit für die Vormittagskinder


12:30 - 14:00 Uhr - Mittagessen und Ruhezeit in den Gruppen


14:00 h – 15 h/17:00 Uhr - Nachmittagsbetreuung und Abholzeit für Ganztagskinder

Aktionen unter der Woche bzw. im Monat:

  • Spaziergänge
  • Altersgetrenntes Turnen
  • Gemeinsames Frühstück ( einmal im Monat )
  • Gewaltprävention“ Faustlos“ für 4-5-jährige
  • Freitagsgruppe ( Projektarbeit unserer zukünftigen Schulkinder)
  • WUPPI, Sprachprogramm der Freitagsgruppe

Religionspädagogik & Feste

 

Die Vermittlung christlicher Werte ist von zentraler Bedeutung in unserer pädagogischen Arbeit mit den Kindern. Sie bestimmen unseren täglichen Umgang miteinander und werden dann anlässlich der verschiedenen Feste im Jahreskreis verstärkt thematisiert und in Gesprächen beim Basteln, Malen, Vorlesen und Nachspielen in Liedern veranschaulicht und erfahrbar gemacht. Kinder erle­ben den Glauben in ihrem Alltag indem wir vor dem Essen beten, uns auf Gespräche mit den Kin­dern einlassen und ihre Sprachfähigkeit über sie bewegende Themen fördern.

ADVENT: Wir erleben den Advent als besinnliche Zeit, in der wir die Geburt Jesu freudig erwarten. Wir vermitteln den Kindern die Bedeutung dieser besonderen, geprägten Zeit durch verschiedene Aktivitäten: In den Gruppen werden Adventskränze gebunden, Lieder gesungen, Adventskalender gestaltet und gemeinsam die Gruppenräume und die Kita vorweihnachtlich geschmückt .Außerdem beteiligt sich der Kindergarten an der alljährlichen Adventsfensteraktion.

NIKOLAUS: Am 5. oder 6. Dezember feiern wir das Nikolausfest. Das Geben und Teilen ist immer wieder Thema im Kindergarten. Die Begeisterung der Kinder ist groß, wenn uns der Nikolaus be­sucht.

WEIHNACHTEN: Wir basteln mit den Kindern Geschenke für die Eltern, singen Lieder und erzählen die Weihnachtsgeschichte.


HL. 3. KÖNIGE: Wir greifen nochmals die Weihnachtsgeschichte auf und gehen zusammen zur Krip­pe in die Kapelle des Schwesternhauses.

LICHTMESS: Das Ende der Weihnachtszeit wird von uns mit einem Lichtfest gefeiert. In der Kapelle sprechen wir über Hannah und Simeon, Jesus im Tempel und schenken uns Kerzen. Im Kindergar­ten essen wir traditionell eine „Sternchensuppe.“

FASTENZEIT: Nach unseren ausgelassenen Faschingsfeiern wenden wir uns der Fastenzeit zu und suchen gemeinsam mit den Kindern nach Möglichkeiten des Verzichts.

OSTERN: Wir erzählen den Kindern, ihrem Verständnis entsprechend, die Geschichte von Jesu Tod und Auferstehung. Auch hier begleiten uns viele Aktivitäten (z.B. Osterkörbchen basteln, Lieder singen)

PFINGSTEN: Wir sprechen mit den Kindern über die Jünger, die nach Erscheinen des Heiligen Geis­tes mit neuer Kraft und Inspiration die Botschaft Jesu Christi in der Welt verkünden.


ST. MICHAEL: Am 29. September ist der Namenstag unseres Schutzheiligen.

ERNTEDANK: Wir feiern einen Erntedankgottesdienst; basteln, singen und kochen gemeinsam.


ST. MARTIN: In der Regel feiern wir diesen schönen Tag am Sonntag vor dem 11. November mit der ganzen Gemeinde. Viele unterstützen uns bei den Vorbereitungen und der Durchführung des Martinszuges. Mit den Kindern basteln wir im Vorfeld Laternen, erzählen und spielen die Legende der Mantelteilung und singen viele Lieder.

Am GEMEINDEFEST, dessen Erlös der afrikanischen Patengemeinde Rauya in Tansania zu Gute kommt, beteiligt sich der Kindergarten mit einem Waffelstand.

Der traditionelle WEIHNACHTSBASAR im Dorfgemeinschaftshaus (am Sonntag vor dem 1. Advent) wird von den Kindern mit selbstgebackenen Plätzchen unterstützt. Auch diese Einnahmen sind für Rauya bestimmt.

Kontakte bestehen auch zu den Heilig Geist Schwestern, die in Mammolshain leben und uns gelegentlich besuchen kommen.

Unser Bild vom Kind

Unser Bild vom Kind ist vom christlichen Menschenbild geprägt. Jeder Mensch ist in seiner Art und Weise wertvoll, jede unterschiedliche Persönlichkeit bringt einen Mehrwert für die Gemeinschaft. Kinder verfügen über die Möglichkeiten ihre Entwicklung selbst zu steuern und einen aktiven Part im Alltag einzunehmen. Sie sind kompetent, kreativ, bewegungsfreudig und haben eine angeborene Neugierde, die sich auf alle Bereiche bezieht. Kinder brauchen Unterstützung und Rückhalt, aber sie bringen von sich aus die besten Voraussetzungen für ein gutes Lernen und für ihre Weiterentwicklung mit. Die besten und wertvollsten Erfahrungen und das nachhaltigste Wissen sammeln Kinder im eigenen Handeln und durch eigene Entscheidungen. Kinder können Beziehungen gestalten und benötigen dafür Liebe, Geborgenheit und einen sicheren Rahmen um sich frei entfalten zu können und wir Erwachsene geben dafür hilfreiche Denkanstöße und Impulse. Diese Entwicklung findet individuell statt, denn jedes Kind bringt andere Voraussetzungen mit zum Beispiel Begabungen, Temperament und natürlich Persönlichkeit, die sich auf das Tempo entsprechend auswirken können.

 

Eingewöhnung

Das Ziel der Eingewöhnung ist, dass sowohl Ihr Kind als auch Sie sich in unserer Kita wohlfühlen und gerne kommen. Damit uns das gelingt, vermitteln wir den Kindern Sicherheit und Vertrauen. So wenden wir uns Ihrem Kind in der Übergangszeit besonders zu, um diesen neuen Lebens­abschnitt zu meistern. Um Ihrem Kind diesen Weg zu ermöglichen, orientieren wir uns am „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Während der Eingewöhnung sollte Ihr Kind täglich von der gleichen Bezugsperson in die Kita begleitet werden.

Vor dem Eintritt in die Kita, bieten wir Ihnen gemeinsam mit Ihrem Kind ein Gespräch zum gegenseitigen Kennenlernen an. Dies kann entweder bei Ihnen zuhause oder in der Kita stattfinden. Zur Vorbereitung darauf erhalten Sie beim Anmeldegespräch einen Fragebogen.

Gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Kind gestalten wir einfühlsam die Eingewöhnung.

Wir erreichen eine behutsame Eingewöhnung, indem wir die ersten drei Tage nutzen, um mit Ih­rem Kind Kontakt aufzunehmen und/oder zu spielen. Sie bleiben an diesen drei Tagen 1-1,5 Stun­den mit Ihrem Kind in der Gruppe. Sie selbst sollten sich passiv verhalten und Ihr Kind in dieser neu­en Situation beobachten.

Ab dem 4. Tag werden wir die erste Trennung versuchen. (10-20 Minuten). Sie verabschieden sich kurz von Ihrem Kind, verlassen den Raum, bleiben aber in der Kita. Schrittweise dehnen wir, nach Absprache und individuell auf Ihr Kind angepasst, die tägliche Betreuungszeit aus und übernehmen auch die Versorgung des Kindes. Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein Abschiedsritual und Sie verbleiben weiterhin in der Einrichtung. Nach dieser Stabilisierungsphase bleibt ihr Kind ohne Sie in der Kita. Sie sind aber jederzeit für uns erreichbar. Nach 6-8 Wochen reflektieren wir mit Ihnen den Verlauf der Eingewöhnung in einem Gespräch. Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn sich Ihr Kind von uns trösten lässt und mit Freude und entspannt seine neue Umgebung erkundet und spielt.

Kinderschutz

Die Mitarbeiter/innen haben eine besondere Verantwortung gegenüber den ihnen anvertrauten Kindern. Deren Wohl ist ein wichtiger Bestandteil des Betreuungsauftrags. Bei Gefährdungen han­deln wir nach dem umfassenden Schutzkonzept des Bistums Limburg, basierend auf den gesetzli­chen Bestimmungen des SGB sowie in enger Zusammenarbeit mit zuständigen Ämtern und Perso­nen.


Das gesundheitsförderliche Lebensumfeld

Wir legen in unserem Alltag einen großen Wert auf Maßnahmen zur Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Lebensumfeldes der Kinder. Dies ist sehr umfassend und schließt viele Lebensbereiche mit ein. Zu diesem Thema veranstaltet unsere Kita einige aufeinander abgestimmte Projekte um die Kinder vielseitig zu fördern. Ein ausgewogener Umgang mit Körperhygiene, gesunder Ernährung und einem angemessenen Verhältnis zwischen Ruhe und Aktivität stehen hierbei an oberster Stelle. Ebenso wichtig sind die Kompetenzen, die die Kinder im Zuge dessen erlernen und erfahren können, wie zum Beispiel Verantwortung zu übernehmen und reflektieren zu können, Partizipation zu erleben, Kooperationen mit anderen einzugehen. Durch einen intensiven Austausch mit den Kindern werden hierbei auch eigene Erfahrungen miteingebracht und die Kinder als Experten ihres eigenen Lebensumfeldes


Beobachtung und Dokumentation

Die Entwicklung der Kinder wird regelmäßig - besonders intensiv während der Eingewöhnungspha­se aber auch im weiteren Verlauf - durch entsprechende Aufzeichnungen dokumentiert. Diese Auf­zeichnungen bilden die Grundlage für Entwicklungsgespräche mit Eltern. Sie dienen zudem für die Zusammenarbeit mit der Schule.

Partizipation der Kinder

Wir wertschätzen Kinder in den uns anvertrauten Äußerungen und Begebenheiten Partizipation bedeutet für uns Selbst- und Mitbestimmung der Kinder in unterschiedlichen Berei­chen. Die Beteiligungsmöglichkeiten der Kinder im Alltag werden durch das päd. Personal stetig reflektiert und verbessert. Während des Freispiels suchen sich die Kinder selbständig Materialien, Spiele, Aufenthaltsbereiche und Spielpartner aus. Die Kinder werden von uns als Experten ihrer eigenen Bedürfnisse wahrgenommen und in alle sie betreffenden Prozesse mit eingebunden. In unserem Alltag haben wir das Bestreben, die intrinsische Motivation der Kinder zu fördern, denn Lernen aus eigenem Antrieb führt zu größeren Lernerfolgen als Lernen unter Zwang. Somit können sie das tun und erkunden, was ihrem aktuellen Interesse und Entwicklungsstand am meisten entspricht. Auch im Gruppenkreis oder beim Rausgehen erhal­ten die Kinder Möglichkeiten, sich Optionen auszusuchen oder eigene Vorschläge einzubringen und so das Gruppengeschehen mitzubestimmen, z.B. Lieder, Kreisspiele, Bücher, Themen, Ausflugsziele. Immer wieder erfahren wir, wie gerade demokratische Mehrheitsentscheidungen sich einerseits positiv auf das Selbstwertgefühl der Kinder auswirken, wenn das favorisierte Objekte oder Projekt die Zustimmung der Mehrheit erhält. Andererseits wird beim Zurückstellen eigener Wünsche Frust-rationstoleranz geübt und Resilienz gefördert. Ein weiterer wertvoller Aspekt der Partizipation stellt in unseren Augen die Verantwortung dar, die Kinder übertragen bekommen, wenn sie bei gemein­samen Mahlzeiten helfen, die Tische zu decken oder abzuwischen und ihren Platz aufzu­räumen. Auch die An- und Ausziehsituation bietet den Kindern die Gelegenheit Anderen Hilfe zu leisten. Kümmernisse und Beschwerden von Kindern, ebenso wie uns anvertrau­te positive Gefühlsäußerungen und Begebenheiten, nehmen wir mit der ihnen gebühren­den Achtung wahr und gehen mit diesen bewusst und wertschätzend um.

  

Sprachförderung

Der Kindergarten übernimmt eine aktive Rolle beim Erwerb sprachlicher Fertigkeiten. Dieser defi­niert sich durch Sprachverständnis, Artikulation, Wortschatz, Satzbau und Grammatik. Eine unge­störte Sprachentwicklung bildet eine wichtige Grundlage für eine harmonische soziale und geistige Entwicklung der Persönlichkeit.

Neurophysiologische Bedingungen, wie die Reifung der Motorik zur gezielten Lautbildung, ein aus­gebildetes Hör- und Sehvermögen und das Gedächtnis stellen unabdingbare Voraussetzungen für den Spracherwerb dar, müssen allerdings immer auch im Hinblick auf die sozial – emotionale und die kognitive Entwicklung betrachtet werden.

Ein Fehlen von Anreizen in der Umwelt kann gegebenenfalls dazu führen, dass sensible Phasen für die Sprachentwicklung / Spracherweiterung gestört oder gar versäumt werden.

Ergänzend zum Elternhaus begleitet und fördert unser Kindergarten die sprachliche Entwicklung der Kinder durch das Betrachten von Bilderbüchern, das Vorlesen und Erzählen von Geschichten, Singen von Liedern. Die Aufmerksamkeit für Wortschatz, Rhythmus und Klang wird besonders durch Sprach- und Reimspiele gefördert. Dadurch werden Kinder gefördert und gefordert, sich sprachlich zu artikulieren und „auszuprobieren“.

Seit einigen Jahren beziehen wir das Sprachtrainingsprogramm „ WUPPI“ für 5 – 6 jährige Kinder (Freitagsgruppe) in unsere Arbeit mit ein.


Unter Sprachförderung verstehen wir insbesondere eine Differenzierung und Erweiterung der be­reits vorhandenen kommunikativen Fähigkeiten des Kindes.

Eltern  

Engagement im Kita-Beirat


Eltern sind herzlich eingeladen, sich für die Belange der Kita im Kita-Beirat zu engagieren und das Kita-Team durch ihr Mitwirken zu unterstützen. Der Kita-Beirat nimmt vielfältige Aufgaben, Rechte und Pflichten wahr, ist Berater, Vermittler und Organisator in verschiedenen Gremien.

Der Kita-Beirat setzt sich dabei zusammen aus Vertretern der Eltern, des Kita-Teams und des Trägers.
Die Elternvertreter werden aus der Elternschaft für eine Amtszeit von 2 Jahren gewählt. Ein vorzeitiges Ausscheiden ist auch nach einem Jahr möglich (etwa weil das Kind dann die Schule besucht), dies erfordert dann ein Nachrücken von Wahlkandidaten oder eine Neuwahl beim nächsten Gesamtelternabend.


Pro 20 Kinder sind ein Elternvertreter und ein Stellvertreter zu wählen. Dabei braucht es für weniger als 20 Kinder nur einen Elternvertreter. Für unseren Kindergarten St. Michael können also mindestens 3 Elternvertreter und 3 Stellvertreter gewählt werden.

Der Kita-Beirat vertritt die Interessen des Kindergartens St. Michael und übermittelt deren Anliegen und Anregungen. Die Elternvertreter sind damit Bindeglied zwischen Kita und Elternschaft und die­nen beiden Seiten als Ansprechpartner.

Bei Interesse an einer Mitarbeit können Sie gerne in unserem Kindergarten St. Michael die Beirats­ordnung einsehen. Sollten Sie Fragen haben, sprechen Sie uns jederzeit gerne an.

Über die in der Beirats-Ordnung festgelegten Regelungen hinaus, nehmen die Elternvertreter im Beirat des Kindergartens St. Michael seit vielen Jahren weitere Aufgaben wahr:

Die Elternvertreter im Beirat veranstalten einmal im Jahr eine Faschingsfeier für Kinder in der Turn­halle. Des Weiteren fördern sie das Engagement der Elternschaft und beteiligen diese aktiv an mehreren Festen des Kindergartens, der Gemeinde und der Vereine. Erlöse dieser Feste kommen dem Kindergarten in Form von Anschaffungen oder Ausflügen zugute.

Die Zusammenarbeit des Kindergartens mit dem Vereinsring bietet den Elternvertretern im Kita-Beirat die Möglichkeit, Interessen zu vertreten, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und gegebenen­falls Unterstützung zu erhalten.

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